Schlagwort: Leningrad

Aus den Aufzeichnungen eines Revolutionärs X: Die Brüder

Fanfarenklang und Trommelwirbel, Pauken und Trompeten, Krawall und Remidemi – so schmettert die Revolution ihren Marsch im 4/4-Takt, begeistert oder verschreckt das Auditorium und verlangt von allen die vollste Aufmerksamkeit, da sie, einer eifersüchtigen Diva nicht unähnlich, ansonsten schwer beleidigt sein und sich auch mal wie ein echtes Miststück aufführen kann. So kennen wir sie, so ist unser Bild. Doch verbleiben daneben, dahinter und dazwischen auch während der Revolution die leisen Töne des Lebens, welche Konstantin Fedin (1892 – 1977) in seinem wohlkomponierten Roman „Die Brüder“ (1926) mit scharfem Sinn für die Beständigkeit des allgemein Menschlichen sowie biografische Rhythmen eingefangen und inszeniert hat. (mehr …)

Arkadij Severnyj – ein Meister ohnegleichen

Der nächste Künstler, dem sich Uli Hufen in seinem Buch „Das Regime und die Dandys. Russische Gaunerchansons von Lenin bis Putin“ widmet, ist der Leningrader Barde Arkadij Severnyj, der in den Siebzigern neben Wladimir Wyssotzkij populärster Singer/ Songwriter der damaligen Sowjetunion war. (mehr …)

Blatnjak – der illegale Sound des Kommunismus

Hufens BuchHerzlich Willkommen auf meinem neuen Blog – und in der musikalischen Welt der russischen Verbrecher, der ich im nächsten Monat, jeweils donnerstags, einen Beitrag widmen werde. Daneben schreibe ich auch über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen, wobei ich auch diese Artikel donnerstags veröffentlichen werde. Donnerstag ist also unter anderem Soloto-Tag. Soloto bedeutet übrigens auf Russisch Gold – also das, wofür so mancher Ganove und Halunke den Schritt ins Dunkle wagt. Allerdings hat die Namenswahl noch diverse andere Motive. So würde ich beispielsweise ein neues goldenes Zeitalter deutlich einem neuen bleiernen vorziehen.

Aber kommen wir jetzt zum Blatnjak. (mehr …)