Tage gibt’s, an denen die Sonne zwischen ihrem Auf- und Untergang, ohne sich überhaupt von ihrem wie festgeschraubten Fleck wegzubewegen, gnadenlos gegen die breite Fensterfront meines Ateliers anstürmt, alles pflanzliche Leben darinnen versengt, die auf dem Plattenteller liegengebliebenen Vinyls einschmilzt und zu neuer Wellenform aufwirft. Ans Schreiben ist dann nicht zu denken, wiewohl so manche Idee gerade bei solchen Temperaturen zu fixer Gestalt gerinnt, bisweilen gar ein gespenstisches Eigenleben annimmt, und so flüchtete ich diesen, nunmehr verflossenen Sommer notgedrungen des Öfteren aus der heimischen Hitzehölle. (mehr …)