Schlagwort: Bolschewiki

Aus den Aufzeichnungen eines Revolutionärs XV: Als die Nacht verging

Seit nunmehr fast zwei Jahren lauert der Verfasser dieser Zeilen als womöglich illegales Internetaktiv im Untergrund der Blogosphäre mit einem Kompromat der Kanzlerin auf, um so die Regierung zu stürzen und bei der Gelegenheit gleich selber zu übernehmen und außerdem noch eine solidarische Weltrevolution des internationalen Systems in die Wege zu leiten. Ein schwieriges, wenn nicht gar aussichtsloses Unterfangen, das obendrein nicht von jedem verstanden wird und trotz seines zweifellos heroischen, echt leninistischen Charakters bisher keinerlei positive Resonanz erfahren hat. Doch stellte die illegale Arbeit im revolutionären Untergrund schon immer eine besondere Herausforderung dar, wovon auch Iwan Popows Roman „Als die Nacht verging“ über eine illegale Parteizelle Moskauer Bolschewiken Ende der nuller Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts mitreißend erzählt. (mehr …)

Aus den Aufzeichnungen eines Revolutionärs VII: Montag

An einem Montag im Oktober, am 29.10.2018, war es dann so weit: Angela Merkel, auf deren Sturz ich unbemerkt schon so lange hinarbeite, verkündete von sich aus ihren schrittweisen Rückzug aus der Politik, beginnend mit dem Verzicht auf eine erneute Kandidatur zur CDU-Vorsitzenden bei deren Parteitag im Dezember und endend mit der Amtsübergabe an ihren vom nächsten Bundestag zu wählenden Nachfolger. (mehr …)

Aus den Aufzeichnungen eines Revolutionärs V: Der Abtrünnige

Neulich schlenderte ich durch die Straßen des Viertels, in dem ich wohne, zu einem Copyshop hin, um dort gehorsamst, so wie das Jobcenter es von mir verlangt, Kopien all meiner Kontoauszüge anzufertigen, während die jungen Araber, die hier und dort herumstanden, nur ein Gesprächsthema hatten, nämlich den Mord an einer lokalen Kiezgröße, der es sogar in die überregionalen Medien geschafft hatte, ebenso wie die Gewalttaten in Chemnitz und Köthen mit ihrem allseits bekannten Medien- und Protestecho. (mehr …)

Aus den Aufzeichnungen eines Revolutionärs IV: Der rote Planet und Ingenieur Menni

In einem Schwebezustand befinde ich mich nach meiner Entlassung als Hilfsarbeiter beim Messebau, der ALG-II Antrag ist noch nicht gestellt, und vergeblich schaue ich immer wieder auf der Seite von Russia Today nach, ob RT meine Untersuchung zu Merkels Stasi-Vergangenheit veröffentlicht hat. Doch vergeblich. So findet der von mir intendierte Sturz der Kanzlerin also vorerst nicht statt und ich habe keine Möglichkeit, mich vor die Kameras zu stellen, um der nach einer eventuellen Veröffentlichung des Artikels aus allen Wolken gefallenen Öffentlichkeit mitzuteilen, dass ich jetzt übernehme. Die Revolution verharrt somit bis auf Weiteres im Lauerzustand. Doch ich gebe nicht auf, richte mich vielmehr am Geist der alten Bolschewiki auf und lese zwei Romane Alexander Bogdanows, „Der rote Planet“ und „Ingenieur Menni“, die dieser, ein Weg- und Kampfgefährte Lenins, zwischen der missglückten 1905er und der erfolgreichen 1917er Revolution geschrieben hat. (mehr …)