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Aus den Aufzeichnungen eines Revolutionärs XVIII: Es blinkt ein einsam Segel

Hier und da trieb ich mich die letzten anderthalb Monate herum, las und schrieb wohl dann und wann, doch kam ich nicht recht voran. In die Shortlist des Buchblog-Awards haben vorliegende Aufzeichnungen es mangels abgegebener Stimmen gleichfalls nicht geschafft, was jedoch die Voraussetzung dafür gewesen wäre, dass die Jury überhaupt einen Blick auf den Blog und dessen Texte geworfen hätte. So ist es mir also beschieden, meinen Bahnen auch weiterhin unbemerkt zu folgen, ein einsam blinkendes Segel inmitten stürmischer See vorzustellen, das notgedrungen Kurs hält, während ringsum die Wogen der Anschläge und Gräueltaten in immer kürzeren Abständen ihre bedrohliche Wucht entfalten. (mehr …)

Aus den Aufzeichnungen eines Revolutionärs XV: Als die Nacht verging

Seit nunmehr fast zwei Jahren lauert der Verfasser dieser Zeilen als womöglich illegales Internetaktiv im Untergrund der Blogosphäre mit einem Kompromat der Kanzlerin auf, um so die Regierung zu stürzen und bei der Gelegenheit gleich selber zu übernehmen und außerdem noch eine solidarische Weltrevolution des internationalen Systems in die Wege zu leiten. Ein schwieriges, wenn nicht gar aussichtsloses Unterfangen, das obendrein nicht von jedem verstanden wird und trotz seines zweifellos heroischen, echt leninistischen Charakters bisher keinerlei positive Resonanz erfahren hat. Doch stellte die illegale Arbeit im revolutionären Untergrund schon immer eine besondere Herausforderung dar, wovon auch Iwan Popows Roman „Als die Nacht verging“ über eine illegale Parteizelle Moskauer Bolschewiken Ende der nuller Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts mitreißend erzählt. (mehr …)