B-Movie: Lust und Sound

„If you can remember the 80’s, you weren’t there!“ ist der Slogan des Films „B-Movie: Lust und Sound“. Zu ergänzen wäre: Und wenn du dich hinterher an den Film erinnerst, hast du ihn nicht gesehen. Ein Paradoxon! Lässt sich das wohl ergründen? Ein Versuch. (mehr …)

M. Agejew: Roman mit Kokain

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Es gibt Bücher, die einen so anfixen, dass man am liebsten drogenabhängig werden würde, zumindest aber unbedingt wieder mit dem Rauchen anfangen muss, um den literarischen Rausch irgendwie in die eigene Lebenswirklichkeit runterzubrechen. Der „Roman mit Kokain“ ist eines dieser seltenen Werke. (mehr …)

Tocotronic: Das rote Album. Eine Liebeserklärung.

Albumcover

Kann das elfte Album einer Band noch prickelnd, frisch und voller Erwartung sein oder muss es nicht irgendwie in die Jahre gekommen, schal und lasch wirken? Traut man einem elften Album wirklich noch eine Sensation zu oder denkt man nicht einfach „Aha, die haben ’n neues Album raus, könnt ich mir bei Gelegenheit auch mal anhören …“? (mehr …)

Alfred Kubin: Die andere Seite

Unlängst besuchte ich die Sammlung Scharf-Gerstenberg in Berlin, in der eine surrealistische Ausstellung mit Werken von Max Ernst, Rene Magritte, Alfred Kubin und vielen anderen, zu sehen ist. Im Museumsshop lag Alfred Kubins phantastischer Roman „Die andere Seite“ gleich in mehreren schönen Ausgaben aus, (mehr …)

A girl walks home alone at night

Letztes Wochenende war ich mit einem Freund, nennen wir ihn K, einen trinken. Gegen vier oder fünf Uhr morgens – es war schon hell – gingen wir dann noch aufn Kiez zum Hamburger Berg. Unterwegs kommt uns ein hübsches Mädchen Mitte zwanzig mit blonden Rastas entgegen. (mehr …)

Vom Leben einer Schönheit im Kommunismus

Nichts erscheint uns kompatibler zum Kapitalismus als Modebranche und Körperkult. Ich will das auch gar nicht verurteilen. Ist super, wenn man sich in seiner Haut wohl fühlt und Sachen trägt, die einem gefallen. Ist halt nur nicht alles. Jedenfalls ist es heute schwer vorstellbar, dass die hyperangepasste Modeglamourglitzerwelt mal subversiv war. Doch genau das konnte sie wohl sein, im System des real existierenden puritanisch spröden Sowjetkommunismus. (mehr …)

Günter Grass: Ich wollte so sein wie er

Die Nachricht vom Tode Günter Grass‘ traf mich sehr und ich musste das erstmal sacken lassen, ehe ich meine Gedanken soweit geordnet hatte, dass ich etwas darüber schreiben konnte. Im Prinzip würde ich es zwar vorziehen zu schweigen, doch sowohl die Wahrhaftigkeit als auch der Respekt vor dem Menschen Günter Grass drängen mich dazu, seinen Tod nicht wortlos zu übergehen. (mehr …)

Arkadij Severnyj – ein Meister ohnegleichen

Der nächste Künstler, dem sich Uli Hufen in seinem Buch „Das Regime und die Dandys. Russische Gaunerchansons von Lenin bis Putin“ widmet, ist der Leningrader Barde Arkadij Severnyj, der in den Siebzigern neben Wladimir Wyssotzkij populärster Singer/ Songwriter der damaligen Sowjetunion war. (mehr …)

Wochenspiegel Weltgeschehen

Eigentlich wollte ich „Good News“ als Überschrift für diesen Blogbeitrag wählen, aber nach dem Absturz des Germanwings Fluges von Barcelona nach Düsseldorf geht das natürlich nicht mehr. Über das Unglück gäbe es wohl einiges zu sagen, umso mehr, als es einen nicht kalt lässt. Man ist emotional einfach stärker involviert, wenn die Opfer aus dem eigenen Land kommen, man selber mit Germanwings fliegt oder schon mal von oder nach Barcelona geflogen ist. Es hätte direkt oder indirekt auch einen selber treffen können.

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