Aus den Aufzeichnungen eines Revolutionärs III: Der 9. November (1918) – der XX/YY/2018?

Von Baustelle zu Baustelle, zur Messe wie zum Tempodrom, lotste mein Schichtplan mich während der heißen Tage des diesjährigen Julis, mir nicht allzu viel Zeit lassend für die Lektüre eines Romans namens „Der 9. November“ über die deutsche Novemberrevolution vor genau hundert Jahren, geschrieben 1919 von einem Schriftsteller namens Bernhard Kellermann, der mir zuvor nichts sagte. Und dann sind da natürlich noch meine eigenen politischen Aktivitäten, von denen ich gleichwohl kaum je etwas erzähle, denn wo käme ich denn da hin, wenn ein jeder wüsste, dass ich die Regierung zu stürzen beabsichtige? (mehr …)

Aus den Aufzeichnungen eines Revolutionärs II: „Wem die Stunde schlägt“

ist der Titel eines Romans Ernest Hemingways über eine Episode im spanischen Bürgerkrieg, als ein amerikanischer Kriegsfreiwilliger namens Robert Jordan mit einer Partisanengruppe hinter den feindlichen faschistischen Linien eine Brücke sprengen soll, um so eine feindliche Nachschubroute zu kappen und der ersten republikanischen Offensive seit Langem zum Erfolg zu verhelfen. (mehr …)

Zur Kritik des katalonischen Staatsbildungsprozesses

Die kulturelle und sprachliche Eigenständigkeit der katalanischen Nation sowie das offensichtliche Fortbestehen faschistoider Denk- und Handlungsmuster im spanischen Staatsapparat verleihen dem katalanischen Unabhängigkeitsbestreben eine tiefe Legitimation. Das Bündnis der federführenden nationalliberalen Partei mit progressiven Kräften aus dem linken Spektrum weckt Hoffnungen auf einen Modellversuch für postneoliberale Politik, also eine, die die Fehlentwicklungen der sozialen Marginalisierung und verschärften politischen Repression korrigiert und allgemein einen emanzipatorischen Schub bewirkt. (mehr …)